Trauerwee asbl

1, rue de l'École

L-3764 Tétange
Luxembourg
tél.: +352 691 337 317 - info@trauerwee.lu

© Trauerwee asbl

created by Ben Ehlinger

  • Facebook - Black Circle

Es wird geredet, gelacht, mal geweint, gebastelt, gespielt, ...

In meinem Beruf werde ich tagtäglich mit dem Thema Trauer konfrontiert, ich bin Krankenschwester auf der Palliativstation. 

 

Mir ist aufgefallen dass Erwachsene ihrer Trauer wegen oft nicht die Kraft haben ihre Kinder auf das was passiert vorzubereiten, geschweige denn nach dem der Kranke sie verlassen hat aufzufangen. Oft werden Kinder beim Thema Krankheit Tod und Trauer nicht mit einbezogen aus dem Grund sie schützen zu wollen, wobei ich beobachten kann dass Kinder oft besser begreifen was gerade passiert. Es ist ihnen wichtig darüber zu reden, Abschied zu nehmen und Teil zu haben. Selbst Mutter von 2 Töchtern hat mich der Umgang mit den Kindern sehr interessiert und ich habe verschiedene Formationen in diesem Bereich gemacht um besser vorbereitet zu sein. 

 

Im Krankenhaus kann ich Eltern helfen ihre Kinder auf den Tod vorzubereiten, aber oft wissen wir nicht wie es danach weiter geht. Wo findet man Hilfe für sein Kind? Wie gehe ich mit der Trauer meines Kindes um wenn ich selbst noch in einer tiefen Trauer bin? 

 

Dies ist meine Motivation bei Trauerwee mitzumachen, Kinder sollen (immer ihre Freiwilligkeit berücksichtigen) miteinbezogen werden, denn auch für sie ändert sich alles nach dem Tod einer nahestehenden Person.  

 

Kinder trauern anders.

 

Bei Trauerwee sind sie nicht alleine mit ihrem Schmerz, sie lernen neue Freunde kennen die etwas Ähnliches erlebt haben und können offen über ihre Trauer reden. Es ist erstaunlich miterleben zu können wie natürlich die Kinder über ihre Situation und ihre Gefühle sprechen, man muss ihnen nur den Raum lassen. Unsere Dienstagnachmittage sind immer ruckzuck vorbei, es wird geredet, gelacht, mal geweint, gebastelt, gespielt, Erinnerungen werden ausgetauscht, Pläne werden geschmiedet. 

 

Mein schönstes Erlebnis bei Trauerwee, als ein Junge für sich entschieden hatte nicht mehr zu uns zu kommen da er es nicht mehr so braucht sondern jetzt am Dienstag lieber Fussball spielen will. Er hatte Platz und Zeit für seine Trauer und kann nun wieder nur  Kind  sein. Aber die Trauer lässt einen nie ganz los und besonders bei Kindern die in einer ständigen Entwicklung sind kann die Wunde sehr schnell wieder aufgerissen werden. 

 

Cilly Demontis Soragna 

Please reload